Wer zu viel spart, verliert - immer mehr Geldinstitute verlangen Negativzins ...
Wer zu viel spart, verliert - immer mehr Geldinstitute verlangen NegativzinsenFoto-Quelle: Adobe Stock/eggeeggjiew

So entkommen Sparer den Negativzinsen - und sorgen fürs Alter vor

Das Sparbuch lohnt schon lange nicht mehr. Immer mehr Geldinstitute verlangen von ihren Kundinnen und Kunden sogar Verwahrentgelte auf ihr Guthaben. Doch diese Strafzinsen lassen sich vermeiden. Was Sparer tun können: Zum Beispiel in die Zukunft investieren.

Einmal im Jahr im Oktober war Weltspartag. Mit Mama oder Papa zur Bank am Ort. Spardose leeren. Die vielen Münzen und wenigen Scheine durch die Zählmaschine schicken und den Betrag aufs Konto einzahlen. Dafür ein kleines Geschenk sofort einstreichen und im darauffolgenden Januar Zinsen aufs Sparbuch eintragen lassen. Lang ist’s her: die Kindheit, vor allem aber der Lohn fürs Sparen.

Bei immer mehr Banken und Sparkassen ist Sparen sogar zum Minusgeschäft geworden. Viele Geldhäuser verlangen mittlerweile Negativzinsen. Allein in den ersten beiden Monaten des Jahres sind über 60 Geldhäuser diesen Schritt gegangen. Im gesamten Jahr 2020 waren es rund 200 Institute, die Strafzinsen auf private Einlagen einführten. Geht es in diesem Tempo weiter, dann wird Experten zufolge Ende 2021 gut jedes zweite Geldhaus in Deutschland offiziell ein sogenanntes Verwahrentgelt kassieren. In anderen Worten: Strafgebühren fürs gute alte Sparbuch verlangen.

Insgesamt zählt das Verbraucherportal biallo.de im Mai bereits 410 Geldhäuser mit Strafzinsen im Privatkundenbereich. Untersucht werden fortlaufend rund 1300 Banken und Sparkassen. In der überwiegenden Mehrheit ist der Strafzins identisch mit dem negativen Einlagensatz der Europäischen Zentralbank (EZB).

Banken geben Kosten weiter

Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist der 16. September 2019: Damals senkte die EZB letztmalig den Einlagezins. Seitdem zahlen Geldhäuser auf ihre Einlagen bei 0,5 Prozent Strafzinsen, laut "Handelsblatt" insgesamt vier Milliarden Euro. Eine gewaltige Summe. Deshalb entschließen sich immer mehr, den Strafzins an ihre Kunden weiterzugeben.

Dabei vermeiden Banken, Direktbanken und Sparkassen meist den Begriff "Negativzins", sie sprechen lieber vom Verwahrentgelt. Dabei gelten in der Regel bestimmte Freibeträge, für gewöhnlich 100.000 Euro. Strafzinsen ab dem ersten Euro sind noch die Ausnahme.

Strafzinsen ab dem ersten Euro?

"Allerdings sehen wir seit einigen Wochen einen sich verstärkenden Trend, dass die Freibeträge deutlich sinken", sagt Horst Biallo, Gründer und CEO des gleichnamigen Verbraucherportals. "Gut 40 Geldhäuser gewähren nur noch einen Freibetrag von 10.000 Euro und weniger auf dem Girokonto oder Tagesgeld. 15 Banken kassieren bereits ab dem ersten Euro ab."

Darstellung des Objekts "Pflegeimmobilie in Hainichen" der ERL Immobiliengruppe

Pflegeimmobilie in Hainichen

ab ca. 32 m²
ab 138.500,- €
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Zum Objekt

Um kein Geld zu verlieren, suchen daher immer mehr Privatanleger nach profitableren Alternativen. Der Kauf einer Eigentumswohnung etwa ist attraktiv, doch nicht mehr nur in Großstädten keine echte Alternative mehr. Denn der Wohnungsmarkt ist vielerorts leergefegt, die Preise schießen sprichwörtlich durch die Decke. Selbst wer etwas Geld Beiseite gelegt hat, findet inzwischen kaum mehr eine erschwingliche Immobilie.

Investition in die Zukunft

Pflegeimmobilien gelten als Zukunftsmarkt: Auch in Deutschland werden die Menschen immer älter, damit steigt die Zahl der Pflegebedürftigen und auch die der benötigten Pflegeplätze – von denen es jetzt schon zu wenige gibt.

Der Mangel an Pflegeplätzen wird sich vermutlich in den kommenden Jahren noch verschärfen: Die neuesten Daten der Pflegestatistik 2019 weisen über 4,1 Millionen Pflegebedürftige aus. Entsprechend hoch ist der Bedarf an seniorengerechten Wohnformen für ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben.

"Der Markt ist jetzt schon kaum zu bedienen", sagt Alois Erl jun., Geschäftsführer der ERL Immobiliengruppe. "Unsere Prognose lautet: Pflegeplätze beziehungsweise das bevorzugte Recht auf einen Pflegeplatz im Bedarfsfall werden zu einem sehr knappen Gut."

Bei Bedarf können Anleger ihren Anspruch anmelden

Tritt beim Käufer oder einem nahen Familienangehörigen der Pflegefall ein, hat er ein bevorzugtes Belegungsrecht. Das bedeutet: "Sobald Bedarf da ist, kann man an der Warteschlange vorbeigehen und seinen Anspruch anmelden. Und zwar dort, wo man ihn braucht", erklärt Erl.

Für Alois Erl jun. sind Pflegeimmobilien ideal als Vorsorge-Investition
Für Alois Erl jun. sind Pflegeimmobilien ideal als Vorsorge-InvestitionFoto-Quelle: ERL Immobiliengruppe

Daneben gilt der Kauf einer Pflegeimmobilie laut "FOCUS Money" als attraktive Geldanlage mit soliden Renditen und sicheren Mieteinnahmen.

Regelmäßige Mieteinnahmen

Mit den Betreibern der Pflegeimmobilien werden langfristige Mietverträge (in der Regel 25 Jahre) abgeschlossen. Die Mietzahlung erfolgt unabhängig von der Belegung des Appartements und die Miete wird im Falle einer Änderung des Verbraucherpreisindexes zum Teil angepasst.

"Eine Pflegeimmobilie ist eine Vorsorge-Investition und kein Spekulationsobjekt", betont Alois Erl jun. "Sie liefert eine solide Grundrendite, vor allem aber bietet sie ein Stück weit Sicherheit im Alter."

Christian Böhm
Christian Böhm

hält Pflege für eines der wichtigsten Themen überhaupt, weil sie jeden jederzeit in irgendeiner Form betreffen kann. Immobilien sind für ihn nicht nur Baukörper, sondern Orte der Begegnung. Und was die Zukunft betrifft, so ist Christian hoffnungsloser Optimist. An ERL mag er besonders, dass das Unternehmen voller großartiger Geschichten steckt. Sein Handwerk gelernt hat der gebürtige Niederbayer an der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München.