Ein sensibles Thema – und der Mut, es anzupacken
Die meisten Besucher kamen, um sich selbst zu informieren: Welche Möglichkeiten gibt es für ein erfülltes und sicheres Leben im Alter? Auch Angehörige waren vertreten, die gemeinsam nach Antworten suchten. Eines wurde dabei einmal mehr deutlich: Das Thema Pflege und Versorgung im Alter ist für viele Menschen nach wie vor mit Berührungsängsten verbunden. Alle wissen, dass eine Auseinandersetzung damit wichtig ist – doch leicht fällt es längst nicht jedem.
Genau hier setzte die Hausmesse an: Die Aussteller und Mitarbeiter von ERL Pflege konnten in persönlichen Gesprächen, durch eine einfühlsame Beratung und im Rahmen der Fachvorträge viele dieser Hürden abbauen. Auch die Musterwohnung des Betreuten Wohnen Plus konnten besichtigt werden. Das offene Miteinander und die niedrigschwellige Atmosphäre schufen einen Raum, in dem Fragen gestellt – und Antworten gefunden werden konnten. Mit der Hausemesse konnte ERL Pflege genau das transportieren, wofür auch das Betreute Wohnen Plus steht, gegenseitige Unterstützung und Begleitung im Alltag.
Fachvorträge: Kompetenz aus der Region und darüber hinaus

Ganz konkrete, alltagstaugliche Tipps für den sicheren Umgang mit dem Rollator hatte Susanne Sippl vom Sanitätshaus Sippl im Gepäck. Ihr praxisnaher Vortrag kam ausgesprochen gut an, denn nichts ist wertvoller als Wissen, das sich direkt im eigenen Leben anwenden lässt.
Dass Innovation und Nachhaltigkeit in der modernen Pflege kein Widerspruch sind, zeigte Theresa Onojorena anhand des dänischen Pflegeprodukte-Herstellers „Abena" eindrucksvoll. Die Unternehmensphilosophie lässt sich mit einem einzigen dänischen Wort beschreiben: „Hygge" – das echte Wohlbefinden des Menschen steht im Mittelpunkt, und zwar auch bei der Produktentwicklung.
Wie weit das Angebot einer Apotheke vor Ort heute reicht, machte Mark Gmelch mit seinem Einblick in die Schlossapotheke Postbauer-Heng deutlich: von der Ernährungsberatung über die Inhalatorschulung bis zur Medikamentenanalyse. Für viele Besucherinnen und Besucher war das eine echte Entdeckung.
Ein oft unterschätztes Thema brachte Thomas Wittmann von „Das Hörhaus“ auf den Punkt: den wissenschaftlich belegten Zusammenhang zwischen Schwerhörigkeit und Demenz. Wer gut hört – ob mit oder ohne Hörsystem –, bleibt sozial eingebunden und geistig vital. Ein Satz begegnet Thomas Wittmann dabei immer wieder: „Wenn ich das vorher schon gewusst hätte." Damit niemand zu lange wartet, bot das Hörhaus an beiden Messetagen kostenlose Hörtests direkt vor Ort an.
Selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben und pflegerische oder hauswirtschaftliche Unterstützung ganz flexibel dazubuchen, wenn sie gebraucht wird – dieses Konzept stellte Hubertus Seidler von ERL Pflege vor. Das Betreute Wohnen Plus ist eine überzeugende Alternative zum Pflegeheim und traf bei vielen Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse.
Ein gelungenes Miteinander mit bleibendem Eindruck

Die Hausmesse „Pflege und Service“ im Haus St. Johannes hat gezeigt: Zukunft im Alter lässt sich gestalten – mit den richtigen Informationen, kompetenten Partnern und dem Mut, das Thema offen anzugehen. ERL Pflege dankt allen Ausstellern, Referentinnen und Referenten sowie den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern für zwei inspirierende Tage.
Eine Fortsetzung der Hausmesse ist gut vorstellbar – die positive Resonanz dieser zwei Tage bestärkt uns darin, dieses Format weiterzudenken. Denn Themen rund um Pflege, Vorsorge und ein selbstbestimmtes Leben im Alter verdienen einen regelmäßigen Platz im Dialog.
Das Haus St. Johannes steht allen Interessierten jederzeit offen. Ob konkrete Fragen zur Pflege, der Wunsch nach einer persönlichen Beratung oder ein erstes, unverbindliches Gespräch.

