München zählt zu den schönsten Städten der Welt - doch das hat seinen Preis
München zählt zu den schönsten Städten der Welt - doch das hat seinen PreisFoto-Quelle: Adobe Stock

Es muss nicht immer München sein

Wer in München zur Miete lebt, für den sind die Zahlen wenig überraschend. Erschreckend sind sie trotzdem. Für jeden fünften Mieter in der Landeshauptstadt gehen mittlerweile über 45 Prozent seines Haushaltsnettoeinkommens für die Monatsmiete drauf. Zeit, über Alternativen nachzudenken?

München ist zweifelsohne eine besondere Stadt. Urban und grün, modern und traditionell. Die Wege sind für eine Millionenstadt kurz, die Arbeitgeber zählen zu den renommiertesten des Landes. Kein Wunder also, dass viele Menschen in der Metropole an der Isar leben möchten. Aktuell sind es 1,47 Millionen, Tendenz steigend.

Die Nachfrage nach Wohnungen ist dementsprechend hoch. Und weil dem ein begrenztes Angebot entgegensteht, bewegen sich die Mieten ebenfalls auf hohem Niveau. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage, welche die RIM Marktforschung im Auftrag des Mietervereins München durchgeführt hat, muss mittlerweile jeder fünfte Mieter (19 Prozent) mehr als 45 Prozent seines Haushaltsnettoeinkommens für die Miete ausgeben. 40 Prozent der Befragten geben an, mehr als 35 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für die Miete verwenden zu müssen.

Warnung vor finanzieller Schieflage

Verständlich, dass die Vertretung der Mieterinnen und Mieter in München Alarm schlägt. „Eigentlich gilt die Faustregel, dass Mieter nicht mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Miete ausgeben sollten, da sie sonst in finanzielle Schieflage geraten können“, sagt die Mietervereins-Vorsitzende Beatrix Zurek. Das sei in München aber leider unrealistisch.

Im Umland sind die Preise noch etwas niedriger. In den Landkreisen München, Freising, Erding, Ebersberg, Starnberg, Fürstenfeldbruck und Dachau legen aber auch schon 31 der befragten Mieter über 35 Prozent ihres Einkommens für die Miete hin. Die Gefahr, dass nicht mehr genügend Geld zur sonstigen Lebensführung übrig bleibt ist groß.

Zu ähnlichen Ergebnissen kam bereits im Oktober eine Auswertung von ImmoScout24. Demnach ist die Lage in den sieben größten Städten Deutschlands in München besonders dramatisch. Ralf Weitz, Geschäftsführer von ImmoScout24, sagt dazu: „Millionen Haushalte erwarten, mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens ausgeben zu müssen, um ihre Wohnung zu bezahlen.“ Vor allem in Ballungsgebieten sei das der Fall.

Raus aus der Millionenstadt – und trotzdem nicht weit weg

Immer mehr Menschen gehen deshalb neue Wege. Sie suchen zwar weiterhin die Nähe zur Landeshauptstadt, ohne aber jeden Preis zahlen zu wollen und zu müssen. Neue Arbeitsformen wie Homeoffice sorgen ohnedies für mehr Flexibilität. Ein idealer Ort für Familien und Menschen jeden Alters, die schon lange überlegen, ihrem Leben eine neue Mitte zu geben, indem sie sich nach draußen verlagern – ohne gleich den Anschluss zu verlieren, ist die niederbayerische Hochschulstadt Deggendorf. Die Fahrzeit zum Flughafen München beträgt rund eine Stunde, zur Allianz Arena in Fröttmaning sind es keine 75 Minuten.

Deggendorf ist mehr als eine Reise wert
Deggendorf ist mehr als eine Reise wertFoto-Quelle: Landkreis Deggendorf, Christian Schreiner

Außergewöhnlich an der lebendigen und modernen Kleinstadt ist deren Lage zwischen den ebenen, fruchtbaren Tälern von Donau und Isar im Süden und dem Naturpark Bayerischer Wald im Norden. Der Bayerische Wald bietet nicht weniger als ein einziges großes Naturerlebnis. Hier gibt es markierte Wander- und Radwege im Sommer, gespurte Langlaufloipen im Winter und unabhängig von der Jahreszeit jede Menge unberührte Landschaft. Gipfelstürmer genießen von den Erhebungen des Mittelgebirges einen traumhaften Blick über den ältesten Nationalpark Deutschlands.

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Christian Böhm
Christian Böhm

hält Pflege für eines der wichtigsten Themen überhaupt, weil sie jeden jederzeit in irgendeiner Form betreffen kann. Immobilien sind für ihn nicht nur Baukörper, sondern Orte der Begegnung. Und was die Zukunft betrifft, so ist Christian hoffnungsloser Optimist. An ERL mag er besonders, dass das Unternehmen voller großartiger Geschichten steckt. Sein Handwerk gelernt hat der gebürtige Niederbayer an der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München.